Viele Arbeitsverhältnisse werden heute zunächst nur für einen bestimmten Zeitraum abgeschlossen.
Eine Befristung kann für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer eine Chance sein, in ein Unternehmen einzusteigen.
Gleichzeitig stellt sich häufig die Frage, welche Rechte bestehen und ob eine Befristung tatsächlich wirksam vereinbart wurde.
Ein befristeter Arbeitsvertrag endet grundsätzlich automatisch mit Ablauf der vereinbarten Vertragszeit, ohne dass es einer Kündigung bedarf. Gerade deshalb ist es wichtig, die rechtlichen Voraussetzungen einer Befristung frühzeitig zu prüfen.
Befristung mit und ohne Sachgrund
Das Arbeitsrecht unterscheidet zwischen verschiedenen Formen der Befristung.
Eine Befristung kann beispielsweise mit einem sachlichen Grund erfolgen, etwa bei einer Vertretung während einer Elternzeit oder bei einem nur vorübergehenden Arbeitsbedarf.
Daneben gibt es die Möglichkeit einer Befristung ohne Sachgrund, die jedoch nur unter bestimmten gesetzlichen Voraussetzungen zulässig ist.
Wenn die Befristung unwirksam ist
Nicht jede Befristungsvereinbarung ist automatisch wirksam. Formfehler oder Verstöße gegen gesetzliche Vorgaben können dazu führen, dass ein unbefristetes Arbeitsverhältnis entsteht.
Besonders wichtig ist dabei, dass eine Befristung grundsätzlich vor Beginn des Arbeitsverhältnisses wirksam schriftlich vereinbart werden muss.
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sollten daher rechtzeitig prüfen lassen, welche rechtlichen Möglichkeiten bestehen, insbesondere wenn das Arbeitsverhältnis aufgrund einer Befristung endet oder eine weitere Verlängerung abgelehnt wird.
In bestimmten Fällen kann eine sogenannte Entfristungsklage vor dem Arbeitsgericht in Betracht kommen.
Auch Arbeitgeber sollten auf eine rechtssichere Gestaltung befristeter Arbeitsverträge achten, um spätere Streitigkeiten über die Wirksamkeit der Befristung zu vermeiden.
Als Fachanwalt für Arbeitsrecht berate und vertrete ich Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie Arbeitgeber bei allen Fragen rund um befristete Arbeitsverhältnisse – von der Prüfung des Arbeitsvertrages bis zur gerichtlichen Durchsetzung von Ansprüchen.
Bitte beachten
Dieser Beitrag gibt eine erste Orientierung und ersetzt keine individuelle Rechtsberatung. Jede arbeitsrechtliche Situation hängt von den konkreten Umständen des Einzelfalls ab.